Danny Korpan On Mai - 17 - 2010
Mit Mind Maps kann man Inhalte strukturierter darstellen, zum Brainstorming verwenden, um neue Ideen zu finden oder um kreativer zu werden. Was man mit Mind Maps noch anstellen kann, wie diese genau funktionieren und warum man sich mittels Mind Maps Sachverhalte besser merken und darstellen kann, dass verrät euch meine kurze Einführung.
Aber zu aller erst möchte ich euch erklären, was Mind Maps überhaupt sind. Wikipedia sagt dazu folgendes:
Mind Maps sind eine von Tony Buz geprägte grafische Darstellung von Beziehungen zwischen verschiedenen Begriffen.
Dies bedeutet nichts anderes, als eine Assoziation von Begriffen, verteilt um einen Begriff vorzugsweise in angeordneter Baumaststruktur.
Hier nun eine Übersicht, was man mit einer Mind Map alles anstellen – und wie diese aussehen kann. Selbstverständlich in Form eines Mind Maps
Zusammengefasst kann man sagen, dass Mind Maps
  1. ein großes Thema oder Gebiet überblickartig erfassen
  2. ermöglichen Vorgehensweisen zu planen bzw. Entscheidungen zu treffen
  3. große Datenmengen auf engstem Raum erfassen
  4. die Problemlösung fördern können und somit andere Perspektiven eröffnen
  5. und angenehm zu betrachten, zu lesen und im Gedächtnis zu behalten sind.
Um ein eigenes Mind Map zu erstellen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Bewährt hat sich allerdings die Methode, Mind Maps zuerst händisch zu erstellen und abschließend in eine Mind Map-Software zu übertragen. Eine umgekehrte Vorgehensweise ist nicht zu empfehlen. Warum erfährst du später.
Um ein Mind Map händisch zu erstellen, benötigt man ein blanko Papier (vorzugsweise ohne Linien und Kästchen!) und Bleistifte und – ganz wichtig- Farbstifte.
Einige von euch werden sich sicherlich fragen, für was wir Farbstifte benötigen, da es doch ohne geht. Diese sind aber von essentieller Bedeutung. Mit farbigen Stiften prägen sich Mind Maps im Gedächtnis viel besser ein. Zudem ist es hilfreich keine geraden Linien von Begriff zu Begriff zu benutzen. Wichtig ist, der Verbindung zwischen den Begriffen das Aussehen eines echten Baumastes nachzuempfinden. Je komplexer die Formen der Verbindung der Natur entsprechen, desto aufregender ist dies für das Gehirn und desto besser prägt sich das Mind Map ein. Einfache klare Verbindungen mag das Gehirn nämlich gar nicht, langweilt sich und schaltet so schneller ab. Nun aber zurück zum Mind Map selbst. Nehmen Sie das Papier quer, so das es breiter als hoch ist. Schreiben Sie einen Begriff mit dem Sie sich beschäftigen möchten in die Mitte des Blattes. Nehmen wir als Übung den Begriff “Farben”. Kreisen Sie nun den Begriff ein und lassen Ihre Gedanken zum Begriff schweifen. Schreiben Sie die gefundenen Begriffe die Ihnen spontan dazu einfallen um den Hauptbegriff und verbinden ihn mit einer beliebigen Farbe mit dem Hauptbegriff. Welche Farben fallen Ihnen nun ein? Sicherlich mehr als genug, aber nehmen wir für den Anfang nicht mehr als drei Farben. Das Ergebnis ist bei jedem anders. Gehen wir nun einen Schritt weiter. Überlegen Sie sich zu jeder Farbe drei Obst- und/oder Gemüsearten, die der Farbe entsprechen, schreiben diese um die entsprechende Farbe und verbinden diese wiederum mit dem assoziierten Begriff. Sie dürfen auch Bilder zeichnen. Man sagt ein Bild entspricht tausend Worte und das Gehirn prägt sich die entsprechende Sache viel besser ein. Sehen Sie wie schnell Ihnen etwas dazu einfällt? Und warum? Die Erklärung ist ganz einfach! Unser Gehirn arbeitet mit Assoziationen und Bildern besser, als mit reinen Zahlen und Worten. Schließen Sie einfach die Augen und denken an den Begriff Urlaub. Kurz darauf kommen Ihnen sicherlich viele Bilder in den Kopf, je nachdem was Sie mit Urlaub verbinden. So ist es auch mit Mind Maps. Wir haben einen Ausgangspunkt und assoziieren beliebige Bilder bzw. Begriffe dazu.
Ihre Mind Map zum Thema “Farben” könnte nun also z.B. so aussehen
Was wir hier jetzt kurz gemacht haben, ist eine Steigerung vom Ausgangspunkt um 2700%. Warum? Ein Begriff, drei Unterbegriffe sind eine Steigerung vom Ausgangspunkt um 300%, dazu kommen nochmals jeweils drei Unterbegriffe, also mal neun ergibt sage und schreibe 2700%.
Mind Maps kann man für viele Dinge verwenden wie
  • als Planungshilfe für Präsentationen
  • als Telefongesprächsnotiz
  • Verhandlungs- und Argumentationshilfe
  • Einkaufshilfe
  • Zusammenfassung von Büchern, Lernmaterialien, Sachinhalten und mehr
Um nur einige zu nennen. Ich glaube die Liste lässt sich beliebig weiter führen.
Nun habt ihr die Grundlagen des Mindmapping sicherlich verstanden und versteht mich nun, warum ich damit so gerne arbeite! Der Vorteil ist, dass eine Mind Map wiederum an eine andere logisch andockt. Sprich ein Begriff mit dem Nächsten. Dies ergibt dann eine riesige Mind Map in Form eines Straßennetzes.
Um eure Mind Map nun in den Computer zu übertragen und besser aufzubewahren, gibt es verschiedene Softwareprodukte. Von kostenlos, über OpenSource, kommerzielle Software bis hin zu online Mind Map Webseiten. Ich persönlich benutze das kostenlose Programm MindNode, dass allerdings nur für Mac’s erhätlich ist. Windows und Linux User kann ich das ebenfalls kostenlose FreeMind wärmstens ans Herz legen. Es sei allerdings gesagt, das eine selbst händisch erstellte Mind Map besser einzuprägen ist, als eine Computergestützte!

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